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Drucken mit echter Druckbestätigung und seitengenauem Wiederaufsetzen

In Produktions- und Logistik- Umgebungen ist es oft wichtig, Druckdokumente einem Objekt exakt zuzuordnen, z.B. Lieferpapiere und Aufkleber einem Packstück. In einer Netzwerk- Umgebung ist diese Forderung jedoch oft nicht leicht zu realisieren:

  • Der Weg der Daten zum Drucksystem läuft über mehrere Stationen und wird mehrfach zwischengespeichert.
  • Das Drucksystem selbst hat heutzutage üblicherweise einen großen bis sehr großen Datenpuffer, in den viele Formulare passen, die dann allmählich abgearbeitet werden.
  • Das Daten sendende System erhält bei den üblichen Standard- Druckeranbindungen (Port printing, LPD, FTP) keine echte Rückmeldung über den Druckfortschritt, sondern lediglich die Information 'die Daten wurden vollständig zum Drucker übertragen'. Dies bedeutet aber allenfalls, dass die gesendeten Daten am Drucker angekommen sind. Gedruckt sind sie dann noch lange nicht. Wenn ein Problem auftritt, z.B Papierende, wird das System davon nicht unterrichtet. Falls dann noch beim Papierwechsel das Gerät ausgeschaltet wird, sind alle bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gedruckten Daten verloren. Auch hiervon erfährt das System nichts.

Um dieses Problem zu lösen, hat COT auf TCP/IP Sockets basierende bidirektionale Datenpotokolle entwickelt und auf der IAS2 Schnittstelle implementiert. Diese kommuniziert mit dem angeschlossenen Drucker über einen zusätzlichen Statuskanal, der Informationen über Druckerstatus und Druckfortschritt liefert. COT arbeitet eng mit den Druckerherstellern zusammen, um diese normalerweise nicht verfügbaren Informationen zu erhalten. Im Allgemeinen geht das nicht ohne die Entwicklung von Sonderfirmware für den Drucker. Selbstverständlch müssen auch auf der Systemseite entspechende Treiber instaliert sein. Die z.Zt. zur Verfügung stehenden Protokolle sind:

  • ETX/ACK: Dieses recht einfach funktionierende Protokoll quittiert den Druck eines Datensatzes, sobald die Daten (z.B. eine Seite) vollständig ausgedruckt sind. Falls während des Ausdrucks ein Problem auftritt, wird eine negative Quittung (NAK) übertragen. Das Host- System kann dann entsprechende Meldungen an den Bediener geben und ggf. die nicht fertiggedruckte Seite wiederholen. Das Protokoll beinhaltet keine detaillierte Fehlermeldung. Der nächste Datensatz kann erst nach der Fertigmeldung übertragen werden. Je nach Größe der Datensätze und der Laufzeiten auf dem Netz können störende Druckpausen auftreten.
  • XPP/1: Dieses Protokoll basiert auf ETX/ACK, beinhaltet aber zusätzlich detaillierte Statusmeldungen, z.B. Papierende, Papierstau, usw. Wie bei ETX/ACK kann immer nur ein Datensatz zur Verarbeitung an den Drucker geschickt werden.
  • XPP/2: Diese Weiterentwicklung von XPP/1 gestattet zusätzlich, mehrere aufeinanderfolgende Datensätze zum Drucker zu schicken. Diese werden mittels Job-Kennungen voneinander getrennt. IAS2 quittiert die Jobs (z.B. Seiten), sobald sie physikalisch gedruckt sind. Bei Auftreten eines Fehlers während des Drucks wird dieser gemeldet. Das Host- System kann dann entscheiden, ob die noch im Drucker befindlichen, noch nicht ausgedruckten Jobs gelöscht werden sollen und die fehlerhafte Seite wiederholt werden soll, oder der Druck einfach nach Beheben des Problems fortgesetzt werden soll. Das Protokoll ermöglicht den maximal möglichen Durchsatz und dennoch eine exakte Überwachung des Druckfortschritts.
  • GNPS: Dieses Protokoll wurde für Windows-Anwendungen entwickelt. Es gestattet das Senden eines Druckauftrags (z.B. Seite), während der vorhergehende gedruckt wird. IAS2 speichert diesen Auftrag zwischen und gibt ihn an den Drucker weiter, sobald der vorhergehende fehlerfrei gedruckt wurde. Dadurch wird der Durchsatz gegenüber Protokollen, die nicht überlappend arbeiten, erhöht. Bezüglich des Durchsatzes liegt GNPS zwischen XPP/1 und XPP/2. Für die Verwendung dieses Protokolls unter Windows ist von COT ein Port Monitor erhältlich. Dieses Systemsoftware- Modul übernimmt den Datentransfer zwischen dem Windows- Treiber und dem Netzwerkdrucker. Eventuell auftretende Probleme werden an den Windows- Spooler gemeldet. Der Port Monitor ist umfangreich konfigurierbar, z.B. kann eingestellt werden, ob eine fehlerhafte Seite wiederholt werden und/oder eine Fehler-Hinweisseite eingeschoben werden soll.

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